Es ist, als wenn ich ausgeh’, der Himmel dämmert leicht,
und mich zieht es nach draußen
Der Schwung des Tages weicht.
Die Füße in den Stiefeln, die Eimer in der Hand,
mach ich mich auf nach Zietlitz,
zum Zaun am Waldesrand.
Ein Rendezvous mit Prinzen hab ich heut’ ausgemacht.
Die Eimer schaukeln mit mir im Auto durch die Nacht.
Nun in der Ruh des Waldes vergess’ ich Zeit und Raum,
beginne den vertrauten Weg entlang am Krötenzaun.
Sie warten auf die Freiheit, die Kröte und der Lurch,
halt ich sie in den Händen, so spür’ ich ihre Furcht.
Drum geht es nun ganz wieselflink vom Eimer in das Wasser,
ihr Lebensraum für diese Zeit, der Laich braucht's eben nasser.
Das Element lässt sie jetzt schweben, ich schau dem Wunder zu.
Adieu ihr Prinzen, ich komm wieder - zum nächsten Rendezvous.
Ines Scholze